1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Randale schadet Sachsen
Inhalt

Randale schadet Sachsen

Fußball-Sicherheitstagung im Innenministerium

Sicherheitstagung

Gemeinsame Tagung der sächsischen Vereine, des Fußballverbandes und der Polizei
(© SMI)

Am 29. August 2011 fand im Sächsischen Staatsministerium des Innern eine Fußball-Sicherheitstagung statt. Vertreten waren die sächsischen Vereine, der Fußballverband und die Polizei. Im Bereich der Sicherheit rund um den Fußball ist ein deutlich positiver Trend zu verzeichnen - die Maßnahmen des Gesamtkonzeptes Fußball bewähren sich. Jedoch muss dieser Trend weiter stabilisiert werden. Dieses Resümee zogen Innenminister Markus Ulbig und der Präsident des sächsischen Fußballverbandes Klaus Reichenbach.

Randale gemeinsam verhindern

Konferenz im Innenministerium

(© SMI)

Dresden, 4. Februar 2010
Das Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit im Fußball hat sich bewährt. Nach zwei Jahren kann festgestellt werden, dass sich die Situation erheblich verbessert hat. Trotz weiterhin festzustellender Straftaten und Störungen sind Ausschreitung sowohl in Anzahl als auch Umfang zurückgegangen. Die Ereignisse in Brandis (24.10.2009) und Zwickau (30.10.2009) blieben Einzelfälle. Dieses Resümee zogen Innenminister Markus Ulbig und Präsident des sächsischen Fußballverbandes Klaus Reichenbach auf einer Sicherheitstagung im Innenministerium.

Innenminister Markus Ulbig: „Die positive Bewertung der Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass weiterhin umfangreiche polizeiliche Maßnahmen bei Fußballspielen erforderlich sind. Nahezu an jedem Wochenende ist eine große Anzahl von Beamten im Einsatz, um Störungen zu verhindern. Wir wollen diese Einsätze in der Zukunft reduzieren. Es kann nicht sein, dass wegen einiger Chaoten einerseits der gesamte Fußball in Verruf kommt und andererseits erhebliche Kosten für den Freistaat und damit den Steuerzahler entstehen.“

Klaus Reichenbach, Präsident des Sächsischen Fußballverbandes: „Unser Ziel ist weiterhin eine deutliche Reduzierung der Risikospiele. Das erreichen wir am besten, wenn wir mit den Fans und den Vereinen eng zusammenarbeiten. Einen sehr wichtigen Beitrag erbringen die Fanprojekte.“

In den vergangen zwei Jahren hat sich die Kommunikation auf allen Ebenen deutlich verbessert. Durch die bessere Abstimmung von Spielansetzungen unter polizeilichen Gesichtspunkten konnte die Bereitstellung ausreichender Einsatzkräfte weitestgehend gewährleistet werden. Bei Bedarf wurden brisante Begegnungen in andere, sicherere Stadien verlegt. Die Vereine haben beim Ordnereinsatz, der baulich-technischen Stadionsicherheit sowie der Anwendung von Stadionverboten ihren Beitrag geleistet. Die Verantwortung für die Sicherheit der Zuschauer und Spieler wurde so noch stärker wahrgenommen.

Der Einsatz von Staatsanwälten bei Risikospielen ist in Sachsen Standard. Die Strafverfolgung nach Störungen bei Fußballspielen ist konsequent. Ausschreitungen wie am 24.10.2009 beim Spiel FSV Brandis – Roter Stern Leipzig und am 30.10.2009 beim Spiel FSV Zwickau – FC Erzgebirge Aue II sind nicht hinnehmbar. Nach den Ereignissen in Brandis als auch in Zwickau wurden eine Vielzahl von Strafverfahren eingeleitet und Tatverdächtige ermittelt.

Es ist gelungen gewaltbereite Fans bereits an der Anreise zu hindern. Bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen wurden Aufenthaltsverbote und/oder Meldeauflagen erlassen.

Die gewaltpräventive Fansozialarbeit ist ein wichtiger Schwerpunkt des Gesamtkonzeptes Fußball. Jährlich stehen dafür 300.000,00 Euro. Einschließlich der durch die Kommunen und den DFB/ die DFL bereitgestellten Mittel erhalten die Vereine fast eine Millionen Euro pro Saison für die Fanprojekte. Gefördert werden die Fanprojekte in Dresden, Chemnitz, Leipzig, Zwickau, Aue und Plauen. Durch gewaltpräventive Betreuung von jugendlichen Fußballfans soll ein Nachwachsen von Gewalttätern verhindert werden und die gewaltbereite Szene langfristig reduziert werden.

Mit großem Interesse wurde die Idee diskutiert, bei sogenannten Risikospielen einen „Sicherheitseuro“ zu erheben. Dabei geht es um eine freiwillige Leistung der Vereine. Es soll unter den Fußballfans das Bewusstsein vertieft werden, dass die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen durch Polizei und Vereine keine Selbstverständlichkeit sind.

Das Hauptaugenmerk für die Zukunft ist auf den konsequenten Ausschluss von Gewalttätern von Fußballspielen, die konsequente Durchsetzung von Stadionverboten, die Ablehnung von Pyrotechnik in den Stadien sowie jeglicher Erscheinungen von Extremismus und Rassismus und die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu legen.

Radiospots

"Ein massives Aufgebot der sächsischen
Polizei musste am Wochenende
erneut Ausschreitungen beim
Fußball verhindern. Es ist zu befürchten, dass Sachsen
bei der Vergabe von internationalen Spielen
künftig nicht mehr berücksichtigt wird."

Marginalspalte

Themenbereiche

Sie befinden sich im Themenbereich »Randale schadet Sachsen«. Informationen zum Ministerium erhalten Sie über folgenden Verweis:

Zu den weiteren Themenbereichen gelangen Sie über folgende Verweise:

© Sächsisches Staatsministerium des Innern